

Diesen beitrag hatten wir gestern angefangen, um über ein paar header zu schreiben, die nicht für Terra Canaillo entstanden sind. Heute ist er zugleich eine art von nachruf auf dem blog Foersterliesel.
(deutsj) Dieses mal haben wir 3 abweichungen auf einmal von unserem grundsatz, NUR über header auf Terra Canaillo zu schreiben. Erstens: der header ist zwar von uns gemacht, aber war nicht für Terra Canaillo geschaffen, sondern für Foersterliesel. Zweitens: der zweite header ist noch immer aktuell (wenigstens bis gestern). Und drittens: der dritte header gibt es noch gar nicht. Das wäre eine Idee für einen zukünftigen header gewesen.
Der Foersterliesel-blog, das ist so eine sache. Im anfang wussten wir nicht, ob wir es hier mit einer frau oder einem mann zu tun hatten. Erst war Foersterliesel nur als kommentator unterwegs, es gab aber, soweit ich mich erinnere, eine andere Foersterliesel als kommentator, weiter noch eine Liesel, der Foerster, und der Oberfoerster.
In ihrem blog zeigte sich Foersterliesel dann als eine eigenständige persönlichkeit, pendelnd zwischen kunst,ein wenig anthroposophie, einer gediegenen kenntnis der Wiener-kunstszene und -geschichte, und alltagsgeschichte. Und überhaupt, diese themen: kunst, politik, philosophie, gesellschaft, litteratur und gassi gehen mit dem hund, hier werden die makro- und mikroebene durchleuchet aus einer ganz eigene perspektive. Immer wieder an den leser die erwartung schaffend, was kommt demnächst? Es hat uns zum beispiel sehr gefreut durch Foersterliesel eine künstlerin wie Maria Lassnig kennen zu lernen.
Dazu aber kam die fast kafkaeske tragik in den eigenen lebensumständen, die ab und zu aus dem blog hervorschauten, und bei lesern und mitbloggern viel respons aufriefen. Umstände, die so radikal anders erschienen, dass man erst meinen könnte es mit einem fiesen amerikanischen thriller zu tun zu haben, verpflanzt in einem Österreich, daß ich auch verbinde mit dem Mysterien Orgien Theater, Fritzl,abgedunkelten räumen mit schweren gardinen, einem couch und onkel Sigmund im boudoir.
Unsere Foersterliesel-header ist zusammengestellt aus einer anzahl von bildern, die man bei Foersterliesel finden konnte, dort immer in einer sinnvollen zusammenhang gesetzt, und hier verbunden mit den geschichten, die sie uns in ihrem blog erzählt (die gasmaske). Ihr hund ist dabei, unzertrennlich. Selbst bekommt sie gerade ein ständchen gespielt und räkelt sich beim morgendlichen wachwerden auf dem bett. Oder ist es schon spät nachmittag, vielleicht abend? Die gasmaske schützt sie für die unannehmlichkeiten, die ihr von den kriminellen nachbarren zugefügt werden. Eine maske, die übrigens in dem hinteren, raffiniert aufgestellten, spiegel, nicht zu sehen ist. Der akt und seine gespiegeltheit zeigen lust, sinnlichkeit, und von unserer seite aus, neugierde auf diese unbekannte. Und hinterher können wir sagen, dass wir es mit der dame auf dem bett gar nicht schlecht getroffen haben!
Im zweiten header paßt sogar das gipsbein. In der virtuellen wirklichkeit bei AOEA geklaut, und dann der dame angezogen. Und vergleicht man die kniepartie auf dem header, mit der kniepartie auf dem foto im blog: na? Was ist hier wirklich? Auf dem zweiten header ist weiter nur die krücke neu angebracht, als unverzichtbares hilfsmitttel. Würde Foersterliesel sich umdrehen, würde sie einen wunderschönen ausblick über ein imaginaires Wien haben, unmittelbar vor den toren liegt Amritsar. Innen ist aussen, aussen ist innen.
Was uns auf Terra Canaillo an Foersterliesel besonders gut gefiel: nicht nur von speziellen Wienerischen fakten wusste sie penibelst zu berichten, sondern konnte genau so über Joe Dallessandro schreiben, oder gibt in ihrem profil als lieblingsfilme A Bigger Splash (über und mit dem maler David Hockney), Drowning by Numbers (Greenaway) oder Theorema (Pasolini) an. Daher auch der dritte header, in der Foersterliesel einen sprung in die moderne(re) macht. Vielleicht erscheint eines tages Foersterliesel mit diesem kopf. Foersterliesel, alles gute! (zum vergrößern auf den bildern klicken)

